„Auch
am 18. Oktober wurden die Batterien und Beobachtungsstellen vielfach mit Gas
beschossen, wodurch bei 2. und 3./49 Erkrankungen entstanden. Der Hochstand der
2./49 wurde durch Treffer umgelegt; bei dem Versuch einer Ausbesserung fielen
zwei Pioniere. Die rechte Gruppe, welche Stab I./49 übernehmen wollte in einem
zerschos-senen Schloß 500 m südöstlich des Dorfes Houthulst, wurde umgebildet,
nach links verschoben und am 21. Oktober mit einem neuen Gefechtsstand nahe bei
Stadenreke vom stab II./49 übernommen.
Die
dadurch freigewordenen Batterien der I./49 und die 6./49 wurden am 19. Oktober
wie folgt eingesetzt: die 1. und 3./49 bei der aus dem Gebiet der linken
Nachbardivision in den eigenen Abschnitt wirkenden Flankierungsgruppe unter dem
Kommando des Stabes I./49 mit dem Gefechtsstand in einem Hause 1 km südlich
Staden. Die sehr weit abliegende Stellung der 3./49 befand sich in und an einem
Gehöft nordwestlich Westroosebeke, die der 1./49 noch um 300 m weiter
südwestlich in Hecken aufgestellt. Zu dieser Flankierungsgruppe gehörten noch
drei schwere Batterien. An Beobachtungs-stellen besetzten unsere beiden
Batterien einen der zahlreichen Hochstände auf dem hervorragende Fernsicht
bietenden Höhenkamm zwischen Westroosebeke und Staden-berg und eine vorgeschobene
in einem Trichterfelde südlich Schaap-Balie. Die 2./49, deren Stellung an der
Melaenestraße unmöglich geworden war, wurde geteilt und mit einem Zug in
Lauerstellung eingesetzt auf dem Bahnhof von Vijfwege. Er sollte dort das
Vordringen des entlang der Bahn vorbrechenden Gegners verhindern. Bei ihm fiel
noch der Gefr. Magg; Leutnant d. R. Schlenker wurde leicht verwundet. In
Tätigkeit trat der Zug nicht. Der andere Zug kam als Stoßzug in Alarmquartier
bei dem Gehöft Hoogeschur. Die 6./49 wurde bei Untergruppe links eingesetzt und
bezog eine Stellung in einem Waldstück 1 km südlich Stadenberg.“
aus:
„Das 3. Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg
1914–1918“, Stuttgart 1922
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