Josef Rist wurde am 18. Juni 1917 als Ersatz-Rekrut zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 124 in Weingarten eingezogen. Nach infanteristischer Grundausbildung kam er zur 1. Ersatz-Maschinenge-wehr-Kompagnie XIII. Armee-Korps nach Münsingen zur weiteren Ausbildung am Maschinengewehr. Am 23. August 1918 zog Josef Rist ins Feld, zunächst zum Maschinengewehr-Scharfschützen-Kom-mando West, dann am 23. September 1918 zum Reserve-Infanterie-Regiment 121. Bereits eine Woche später, am 1. Oktober 1918, wurde Josef Rist in den Kämpfen zwischen Tilloy und Blécourt nördlich Cambrai vermißt. Als die Eltern dem Regiment am 22. April 1919 mitteilten, ihr Sohn befände sich in englischer Gefangenschaft, war Josef Rist bereits verstorben. Die Todesursache läßt sich nicht mehr ermitteln.
Die Württembergische Armee hatte im Weltkrieg 1914 bis 1918 zwar nur einen Anteil von rund 4 % an den deutschen Streitkräften. Dennoch verging beinahe kein Tag ohne Verluste. Hier wird in losen Abständen durch die Veröffentlichung jeweils eines Schicksales an die Württembergischen Weltkriegsteilnehmer erinnert, die vor einhundert Jahren ihr Leben auf den Schlachtfeldern, auf den Verbandsplätzen, in den Lazaretten, in der Etappe, in der Heimat oder in Gefangenschaft lassen mußten.
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